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Gemeindefusionen an der Sprachgrenze Graubündens und ihre Konsequenzen für (Minderheits)Sprachen

Bereich: 
Institutionelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit
Projektleitung:
Dauer: 
10.2011 bis 12.2016
Team:
Status: 
Fertiggestellt
Beschreibung: 

Betreuer des Dissertationsprojekts: Prof. Dr. Alexandre Duchêne, Prof. Dr. em. Georges Darms, Universität Freiburg

Dieses Dissertationsprojekt untersucht sprachliche und kulturelle Diskurse, welche im Verlauf von Gemeindefusionsprojekten im Kanton Graubünden zu Tage treten. Die politischen Strukturreformen sind zurzeit ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda und besonders an den Sprachgrenzen in Graubünden spielen die Themen Sprache und Kultur eine wichtige Rolle in Fusionsdiskussionen. Eine Fusion kann zu neuen Sprachzusammensetzungen in einer Gemeinde führen, welche Auswirkungen auf die Amts- und Schulsprachen haben und bei den Sprachminderheiten Befürchtungen auslösen, verdrängt oder marginalisiert zu werden. Diese Arbeit möchte ergründen, unter welchen Bedingungen Sprache in Fusionsprozessen eine Rolle spielt und wie sich das zeigt, warum Sprache eine Rolle spielt und welche Konsequenzen Strukturreformen für Sprachen und ihre Sprecher haben.

Mit Hilfe eines historiographischen Ansatzes und der institutionellen Ethnographie, versucht die Arbeit, aktuelle Sprachdebatten und Sprachpraktiken, politische Entwicklungen und Spannungen zwischen den Sprachgruppen zu erfassen.